winter

Die Heimkehr der Jäger. Pieter Brueghel d.Ä.

„Das Leben der Menschen scheint mir gegenwärtig auf Erden so beschaffen zu sein, oh König, wie das Deine, wenn du dich zum Mahle niederläßt mit deinen Heerführern und Würdenträgern zur Winterszeit inmitten des vom Kamin erwärmten Speisesaals. Draußen wüten winterliche Regen- und Schneestürme bis in alle Ritzen – da kommt plötzlich ein Sperling durchs Haus geflogen, und während er zu einer Tür hereinschwirrt, ist er sogleich durch eine andere wieder davongeflogen. Während der Zeit, in der er sich drinnen aufhält, wird er von den Unbilden des Winters nicht berührt, doch kaum ist der kurze Augenblick der Heiterkeit vorüber, tritt er aus dem Winter in den Winter zurück und entgleitet deinen Blicken. So erscheint das Leben der Menschen für eine kurze Weile; was aber folgt, und was vorausging – darüber tappen wir ganz und gar im dunklen“

– Beda, Hist. ecc. gen. Angl. II,12-13 „Die Kürze des unbeschwerten Lebens“

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3 Antworten zu winter

  1. Stefan Plank schreibt:

    Weißt Du zufällig von wem dein obiges Bild ist? Hab ich erst bei Lars von Triers „Melancholia“ am Anfang (https://www.youtube.com/watch?v=HmQ1YQvViD4) um 1:17 gesehen, und mich gefragt wer das gemacht hat. Lg aus Wien

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