in zeiten seiner krise ist wieder einmal viel von europa die rede. wieder einmal wird der ‚mythos europa‘ beschworen um dem zerfall des wirklichen europa einhalt zu gebieten. daran, dass der mythos der wirklichkeit immer vorausgeht und dass die wirklichkeit nur auf dem grund des mythos stattfinden kann, erinnerte der ‚gute europaeer‘ carlo schmid:

‚…vielleicht ist es erlaubt, am schluss dieser betrachtungen die griechische sage von der asiatischen koenigstochter zu setzen, die europa hiess und die zeus, der die gestalt eines stieres angenommen hatte -der stier war von alters her das symbol der tierhaft befruchtenden kraft-, uebers meer nach der insel kreta gebracht wurde und von der unserer erdteil seinen namen erhielt. der bruder der europa war kadmos; er kam nach griechenland; auf ferner fahrt erschlug er den drachen und saete dessen zaehne in die furchen, die eine pflugschar gezogen hatte. aus diesem acker, den arbeit bereitet hatte, erwuchsen geharnischte maenner, die alsobald anfingen, sich gegenseitig zu erschlagen. schliesslich vermaehlte zeus europas bruder kadmos mit der nymphe harmonia, auf deren schultern er den gestirnten himmel als mantel legte.‘

 

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