erinnerung an den sommer

jean-pierre lefebvre:

„…im lichte dieser liebe zum ausland moechte ich mir nun abschliessend erlauben, jenes raetselhafte fragment, das den entwuerfen zu „mnemosyne“ vorangeht, als ein liebesgedicht fuer eine auslaenderin zu lesen:

auf falbem laube ruhet
die traube, des weines hoffnung, also ruhet auf der wange
des schatzes von dem goldenen schmuck, der hängt
am ohre der jungfrau

und ledig soll ich bleiben,
leicht fanget aber sich
in der kette, die
es abgerissen, das kälblein.

es liebet aber der sämann,
zusehen eine,
des tages schlafend über
dem strickstrumpf.

nicht will wohllauten
der deutsche mund,
aber lieblich
am stechenden bart rauschen
die küsse.

[hoelderlin, I, 433f.]

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