der „deutsche geist“

friedrich nietzsche über den „deutschen geist“:

  „es gab bisher noch keine deutsche kultur. gegen diesen satz ist es kein einwand, daß es in deutschland große einsiedler gab (– goethe z. b.): denn diese hatten ihre eigene kultur. gerade aber um sie herum, gleichsam wie um mächtige, trotzige, vereinsamt hingestellte felsen, lag immer das übrige deutsche wesen, als ihr gegensatz, nämlich wie ein weicher, mooriger, unsicherer grund, auf dem jeder schritt und tritt des auslandes »eindruck« machte und »formen« schuf: die deutsche bildung war ein ding ohne charakter, eine beinahe unbegrenzte nachgiebigkeit.“ [fragment 791] aus dem nachlaß der achtzigerjahre

in diesen gedanken zeigt sich nietzsches nähe zu georges „geheimen deutschland“. auch dieses ist vorerst nichts als das abgeschiedene eiland „großer einsiedler“. doch kann von dort aus – so die hoffnung –  eine gewisse (vertikal verlaufende) breitenwirkung ausgehen…

 

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